Page 61 - 7 morgen-Magazin 1/2021
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                         Gut für uns Entschleunigung und Achtsamkeit
 Plädoyer für Minimalismus,
  dem Stress
»Es ist an der Zeit, das verhängnisvolle Lebensmodell des ewigen MEHR infrage zu stellen.«
Tobias Esch
Mehr Nichts!
Warum wir weniger
vom Mehr brauchen
320 S., € 22,– Goldmann erscheint am 26. April 2021
                                  Tobias Esch ist Allgemeinmediziner, Neurowissenschaftler und Gesundheits- forscher. Seit vielen Jahren untersucht er, u.a. an der Berliner Charité, wie Selbstheilung funktioniert und welche Potenziale außerhalb der etablierten Medizin nachweisbar für die Gesundheit genutzt werden können.
         Für Bestsellerautor, Neurowissenschaftler, Mediziner und Glücksforscher Tobias Esch ist es spätestens nach Corona an der Zeit, das verhängnisvolle Lebensmodell des ewigen Mehr infrage zu stellen. Er zeigt auf, dass wir von der sich unablässig steigernden Dichte, von haltlosem Kon- sum und damit einhergehender (Selbst-)Ausbeutung weg- kommen müssen, dass wir zurückfinden müssen zu der Re- duktion auf das Minimale und einer so wohltuenden wie befreienden »Leere«.
Denn unsere Gesellschaft steckt in einer Krise des Überange- bots und der Beschleunigung. Im Stress der Alltagswelt ist der Einzelne dabei längst unter Beschuss geraten und fühlt sich in einer permanenten Suche nach dem Sinn gefangen. Für Tobias Esch ist deshalb klar: Mehr Nichts, weniger Mehr – nach diesem Leitmotiv sollten wir unsere Leben ausrichten!
Im Mittelpunkt der von Esch initiierten Debatte stehen unter anderem die Medizin und der unaufhörlich wachsende Ge- sundheitsmarkt. Analog dazu wendet er sich allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu: Glauben und Achtsamkeit, Politik, Klima, Ökologie und Wirtschaftsstrukturen werden unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Nur wenn wir uns in sämtlichen Belangen – und nicht nur mit Blick auf individuel- le Achtsamkeits-Maßnahmen – wieder auf die Essenz redu- zieren, können wir den Weg zurück zu sinnhaftem Lebens- glück und Nachhaltigkeit finden. Regt zum intensiven Nach- und Umdenken an!
       Schöner lesen · Frühjahr 2021
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