Page 23 - 7 morgen-Magazin 1/2021
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                              Fantastisch, merkwürdig uFnd
nicht ganz ungefährlich
antastisch, merkwürdig und nicht ganz unge- fährlich ist das Leben mit einem wundersamen Haustier. In sechzehn Geschichten erzählen die
Geschichtenweber in »Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt ...« von den Haustieren unserer Träume und Albträume, ihren Besitzern und deren Le- ben miteinander. Chaos ist dabei vorprogrammiert – da macht es keinen Unterschied, ob sie auf unserer Welt in unserer Zeit gehalten werden oder in einer an- deren Galaxie, Jahrhunderte in der Zukunft. Haustier und Besitzer müssen schon zusammenpassen – und diese Anthologie stellt sicher, dass der feurige Sala- mander, der mit seinen großen Augen so richtig freundlich und niedlich aussieht, nicht unbedingt zum tierischen Begleiter für den Farmer mit strohgedeck- tem Haus wird. Skurril gut!
Henry Bienek, Stefan Cernohuby (Hrsg.)
Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt ...
Phantastik-Anthologie
260 S., € 15,– Lindwurm Verlag erscheint am 22. März 2021
Romane
Mary Shelley
Der letzte Mensch
587 S., € 26,– Reclam
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Beklemmend aktuell
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spacig,
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Tanya Huff
Im Dienst der Föderation
Die Abenteuer von Torin Kerr
372 S., € 15,– Plan 9 TScience-Fiction im Raum
anya Huff ist eine der bekanntesten kanadischen Autorinnen im Genre der zeitgenössischen Fantasy. Mit »Im Dienst der Föderation« hat sie jetzt Science-Fiction-Terrain betreten: Torin Kerr, Staff Sergeant der Föderation,
ist ein kampferprobter Profi. Als sie und ihre Einheit für einen Einsatz als Ehrengar- de einer diplomatischen Gesandtschaft ausgewählt werden, scheint dies ein Spa- ziergang zu werden. Es sollen Beitrittsverhandlungen zur Föderation auf dem Plane- ten der Silsviss geführt werden. Torins Mission, der Schutz der Diplomaten, läuft vermeintlich perfekt, wären da nicht jene hartnäckigen Gerüchte über die Sichtung der Anderen – eingeschworene Feinde der Föderation! Süffige Sci-Fi-Unterhaltung!
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ary Shelleys Roman »Der letzte Mensch« von 1826 ist die allererste Dystopie
der Weltliteratur – und sie liest sich beklemmend gegenwärtig. Sie spielt in einer Welt im 21. Jahrhundert: Eine neuartige und tödliche Seuche brei- tet sich aus. Sie hat verheerende Aus- wirkungen auf die Menschheit, auf Wirtschaft und Politik. Über allen schwebt eine Frage: Was ist ange- sichts einer weltweiten Krise der öf- fentlichen Gesundheit zu tun? Die Er- zählung folgt Lionel Verney, der sich mit seiner Schwester und seinen Freunden zunächst in der jungen englischen Republik politisch enga- giert. Bald herrschen apokalyptische Zustände und den Freunden und ih- ren Familien bleibt nur die Flucht. Eine großartige Wiederentdeckung!
                         Schöner lesen · Frühjahr 2021
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